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Natascha Borowsky | Christian Blei >> Zeitgenössiche Fotografie

24. September - 7. November 2004

 
     Natascha Borowsky

Die Gegenstände, die von Natascha Borowsky fotografiert werden, sind in mehrfacher Hinsicht zur Ruhe gekommen. Zuletzt durch das fotografiert werden bei Tageslicht, mit einer Grossbildkamera. Zunächst aber dadurch, dass die Künstlerin sie gefunden hat. [mehr]

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Weitere Arbeiten von Natascha Borowsky in "Galerie/dukumentierte Ausstellungen"

 
 
    Christian Blei

Christian Blei setzt sich mit Raum, der Struktur des Raumes, mit Licht auseinander.
Jede Arbeit bietet zwei Anschauungsebenen. Die Fotografien sind Abbilder von "Bodenflächen" und sie lassen sich als Kompositionen lesen, die sich auf Bildfindungen abstrakter und konkreter Malerei beziehen. Das den Arbeit eigene Licht (die mattgraue Oberfläche scheint das Licht förmlich aufzusaugen) lässt die Abbilder unwirklich erscheinen.

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Natascha Borowsky  Immer ohne Titel

[] Natascha Borowsky erkundet ihre Umgebung nach Objekten, die entweder charakteristisch für ihre Umgebung sind, in Läden, auf Wochen- und Flohmärkten, an Bahnhöfen, auf Gehsteigen. Oder aber sich zufällig an dem jeweiligen Fundort befinden, weggeworfen, verloren, abgenutzt, unkenntlich durch Gebrauch oder Verschleiß, durch Verschmutzung oder durch Klima- und Witterungseinflüsse. Sie wurden irgendwann aus ihrem Zusammenhang gelöst, sind Fremde an dem Ort, an dem sie gefunden werden und sind zusätzlich verfremdet durch die Spuren der Zeit. Das sind Teile von Pflanzen oder Tieren wie Wurzeln, Früchte, Korallen, Knochen, Felle oder Innereien genauso wie Stoffreste, Kunststoff-Teilchen, Scherben oder Metall-Teile ungewisser Herkunft.

Einmal auserwählt und mitgenommen, werden die Gegenstände gelagert, bewahrt und sortiert, bis die Künstlerin ihnen nach einiger Zeit eine neue Umgebung, einen neuen Hintergrund - vor dem das Objekt dann fotografiert wird - schafft. Diese Hintergründe variieren entsprechend dem Material, der Form und der Beschaffenheit der Sammelstücke. Die Fläche steht im Dialog mit dem aufgelegten Objekt, kann dessen Formen, Linien, Muster, Maserungen und andere Merkmale aufgreifen. Sie trägt und hält den Gegenstand, hebt ihn auf und schenkt ihm Geborgenheit und Ruhe. Neben Haaren, Wachs, Holz, Stoffen, Pappen, Gummi und Chemiefasern gibt es Hintergründe, die speziell für gewisse Objekte hergestellt werden. Verlangt beispielsweise ein Gegenstand nach Tiefe, kocht die Künstlerin ihm Pflaumenmus als Hintergrund. Andere verlangen eine glatte Fläche, wärmende Fasern oder florale Ornamente. So fotografiert, verwandeln sich selbst Dinge, die sich übersehen oder für immer verloren glaubten, in Pretiosen. Sie integrieren sich in die neue Umgebung und scheinen zu wissen, dass sie der Vergänglichkeit entrissen sind.

Sunat