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Christa Feuerberg

18. August 2006 - 30. September 2006

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     Gedanken zu den Bildern „Palastfieber“, „Mnemotop“, „Faras“ und „Veriditas“

„Horche in dein Pferd hinein wie in ein kostbares Instrument“
(B.G. Bindings)

Lautloses Schattenspiel der Masken am Boden. Erotischer Schwung darüber. Eleganz und Grazie und verspielte Gelassenheit.

Das rhythmische Auffußen der Herde. Immer in Kontakt. Hellwach gespannt. Zur Flucht bereit. Der Leitstute gehorchend.

Die kugelige Masse der Mutterstute, gewagter Schwerpunkt auf Stelzen, wenig geborgen. Das Fohlen, nur von der Mutter berührt. Verschwiegen der Ort, ganz still. Ganz fein gespannt, das Wesen.

Das junge Pferd. Es balanciert sich nach und nach. Später lernt es, sich mit einer kleinen Last, dann mit dem Reiter im Gleichgewicht zu halten.

Köpfe, entgegengesetzt, münden in langen Hälsen, an Grasnarben. Mähnenspiel. Kontakt. Energisch und temperamentvoll. Oft provozierend.

Der Reiter – das feine Zügelspiel in der Horizontalen antwortet zugleich auf die ausgewogene Balance des geloteten Körpers. Das Zwiegespräch mit dem Lebewesen läßt dich feiner und achtsamer spüren. Dialektik von Ruhe und Bewegung in einer Erfahrung.

Du kehrst zu dir zurück in deinen Turm, dem uralten „Donjon“ der Paläste.

Eifel, den 16. August 2006
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„Der Spiegel ist ganz in sich gekehrt.“ Irgendwo in den Skizzenbüchern Christa Feuerbergs las ich diesen Satz. Ein flüchtiger Gedanke, wie es schien, hingeschrieben und eins geworden mit den graphischen Notizen beobachteter Wirklichkeit: Erinnerungen an Orte und Plätze sind hier rasch gesetzte Zeichen. Naturstudien dokumentieren die wahrgenommene Realität nicht präzise, sondern verarbeiten Gesehenes frei, zu einem Gespinst leichter, tänzerisch bewegter Linien. Der Satz steht mittendrin. Er setzte sich frei, bei aller Beiläufigkeit, und wirkt nun wie ein Programm.

Der in sich gekehrte Spiegel. Die Verbindung zu Formen, die Geschichte in sich tragen. Realität, die sich in Zeichen verwandelt. Leicht wirken Christa Feuersbergs Zeichnungen, von Rhythmen getragen, aus der Natur fort-entwickelt, aus der kleinen in die große Form transponiert. Körperhafte Improvisationen, Ausblicke in die Weiten des Weltraums, Varianten eines Bewusstseins, das Leben als Bewegung begreift und als immer währende Verwandlung.

Die Linie strebt in den Raum, sie umgreift ein Motiv und macht sich selbständig Zeichen reflektierenden Umgangs mit der eigenen Wirklichkeit, mit Körper und Atem – die Antworten des Spiegels.

Auszug aus einem Text von Ursula Bode


Christa Feuerberg, 1955 in Essen geboren, lebt in Köln und in der Eifel. Sie studierte an der Kunstakademie Düsseldorf  (1974 – 1981).

Einzelausstellungen von 1981 bis 2006 (Auswahl):

Ecole des Beaux-Arts (Mulhouse)
Brühler Kunstverein
Projekt St. Maria im Kapitol: mit D. Bouliane (Köln)
Kunsthistorisches Institut (Bonn)
Leopold-Hoesch-Museum (Düren) *
Galerie Maier-Hahn (Düsseldorf)
Galerie Brandstetter & Wyss (Zürich)
Galerie Ha. Jo. Müller (Köln)
Bodensee-Projekt (Radolfzell) *
Kunstraum Fuhrwerkswaage (Köln) *
Benediktinerabtei Gerleve (Billerbeck)

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):

"Große Herbstausstellung", Orangerie Schloß Brühl ( Brühl ) *
"Kunstpreis Junger Westen", Kunsthalle Recklinghausen *
"Fahnenfest", Bonner Kunstwoche *
"Künstler sehen romanische Kirchen in Köln" *
"Köln Kunst", Kunsthalle Köln *
"Variationen zur Sinnfrage", Leopold-Hoesch-Museum (Düren) *
Beschaffenheit des Augenblicks", Roemer- und Pelizaeus-Museum ( Hildesheim) *
"Rheinkilometer 685" (Köln) *
"Buch als Objekt", Kunsthalle Bremen *
"Herbstsalon", Dumont-Kunsthalle (Köln) *
"Paper as knowledge", Leopold-Hoesch-Museum, Papierbiennale III (Düren) * und Nordjyllands Kunstmuseum, Ålborg (Dänemark) *
"Material und Raum", Galerie Heimeshoff (Essen ) *
"Medium Papier", Kuusankoski (Finnland)

* Katalog

Stipendien

Stipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerks
Stipendium des Landes N.R.W. auf Schloß Ringenberg
Friedrich-Vordemberge-Stipendium der Stadt Köln
Günther-Peill-Stipendium des Leopold-Hoesch-Museums, Düren