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Sammlung Gerd und Béatrice Vorhoff

Mai bis Juli 2009

Bilder aus der Ausstellung. Bitte Klicken Sie auf ein Vorschaubild.









    
„Endlich wieder ein Wagnis“, schrieb Klaus Honnef, damals Kulturchef der Aachener Nachrichten und später Ausstellungsleiter beim Rheinischen Landesmuseum Bonn.

Das Wagnis gingen im Dezember 1966 TH-Studenten ein, als sie die „Galerie Aachen“ zum künstlerischen Leben erweckten und damit zur Wegbereitern der modernen Avantgarde in Aachen wurden. Zu den Initiatoren dieses Wagnis' in einem Hinterhof der Wallstraße Nr. 58 zählte auch Gerd Vorhoff. Nach 42 Jahren zeigt er wieder Kunst in Aachen – gesammelt von ihm und seiner Frau Béatrice.

Die Vorhoffs gehörten zu dem Kreis des damaligen ASTA-Kulturreferenten Valdis Abolins, der sich in Aachen von 1964 bis 1968 für eine Präsentation der neuesten Kunst einsetzte.

Höhepunkte waren am 20. Juli 1964 das „Festival der Neuen Kunst“, auf dem sich im Audimax Joseph Beuys eine blutige Nase holte, und Auftritte von Nam June Paik, Peter Handke und des Living Theatres.

In den Räumen der Galerie Aachen in der Wallstraße stellten u.a. Peter Roehr, Franz Erhard Walther und Jörg Immendorff („Vietnam“) aus. Der schrieb, als Ende 1967 den Studenten das Geld für das anspruchsvolle Galerie-Programm ausging: „In der Bundesrepublik gibt es keine Galerie, in der einem soviel Verständnis und Großzügigkeit entgegengebracht wird, wie es hier der Fall war.“ Die Pionierarbeit der Galerie Aachen hatte Bestand: Zunächst mit der Gründung des Kunstvereins „Gegenverkehr“, dann mit dem Aufbau der Sammlung Ludwig in der Neuen Galerie .