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Thomas Böing | 14.10.2011
Bea Otto | canyon


14. Oktober - 19. November 2011

    
Thomas Böing : 14. 10. 2011 Der Bildhauer Thomas Böing fotografiert, aber die Resultate sind eher Skulpturen oder Reliefs denn Bilder. Er bearbeitet seine Fotos durch das Herausschneiden von Bildteilen. So entstehen kleine, feine, subtile Fotografien, mit Leerstellen, die nicht auf etwas Fehlendes aufmerksam machen, sondern eine zweite 'Realität' zulassen: die der Wand, des Raumes, des Betrachters. Fragen nach Innen und Außen, Licht und Schatten, nach Schein und Sein, nach Realität und Fiktion, nach Bild und Abbild, Fragen nach der Glaubwürdigkeit (von Kunst) werden scheinbar beiläufig aufgeworfen und auf eine verstörende Art genau auf den Punkt gebracht.

thomas boeing

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Bea Otto : canyon Eine dünne Ebene, hüfthoch, fast schwebend, verspiegelt, versperrt den Büroraum der Galerie. Nur ein schmaler, mäandernder, stromender Weg lässt Zugang zum Schreibtisch der Galeristin.
Minimalzugang für die Galeristin, die Kunst breitet sich aus, ufert aus, besetzt den Büroraum und stellt in Frage.
Ein Ort entsteht, der vorhandene Raum wird transformiert, in neue Welten verwandelt.
Fragmentarische Sackgasse, die sich doch öffnet. Canyon und Fata Morgana zugleich, Raumbegrenzung und Kontinuum, horizonten und versperren, reel und künstlich, gebrochen. Paradoxe. Die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum verfließen.
Die Ebene zieht sich durch einen Durchgang hindurch in den Nachbarraum hinüber. Dort bricht sie ab, dehnt sich in ihrer Abwesenheit weiter aus, öffnet sich. Erinnerung, Kargheit, leerer Raum sind present.
Vom Nachbarraum aus schauend Ort und Bild zugleich. Annäherung und Entfernung, Schwellensituation.
Immer wieder die Frage nach der Wirklichkeit, nach Durchgang oder Bleibe, nach Verortung, Transformation, Leere und Erinnerung, nach den Möglichkeiten von Kunst.

Beo Otto

Bea Otto - canyon

Bea Otto - canyon

Bea Otto - canyon

Bea Otto - canyon

Bea Otto - canyon