KÜNSTLER | BIOGRAPHIE | HEIKE KATI BARATH | < ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT

Heike Kati Barath
Heike Kati Baraths Malerei bedient sich der Zeichen für Glück, reduziert auf eindeutige, übergroße Piktogramme. Ausschnitte traumhafter Idylle - wäre da nicht der pastose Auftrag von wulstartigem Acrylfugendichter, der die glatte Oberfläche der Bilder förmlich sprengt. Und die großen, runden Gesichter, die sich in bewusster Widersprüchlichkeit dem Kindchen-Schema verweigern: der fixierende Blick aus kleinen, dunklen Augen, der den Betrachter nicht loslässt. Hinter der flächenhaften Fassade klaffen Un-Tiefen auf, die Seele sperrt sich, verwischte Münder geben keinen Anhaltspunkt einer klaren Gefühlslage.
Baraths Bilder halten unseren festen Vorstellungen von einer naiven Welt auf spielerische Art Komplexität entgegen, wir entdecken die Beschränktheit der eigenen Klischees im Kopf. Ist es nicht die vornehmste Aufgabe der Kunst, überkommene Denkmuster zu hinterfragen und aufzubrechen? Und wenn dies, wie in Heike Kati Baraths Kunst, intensiv und zeitgemäß gemeistert ist, können wir tatsächlich von Glück reden.
Elke Kania

Biographie   1966 geboren in Vaihingen / Enz 1990-91 Studium an der Kunstakademie Gent 1991-98 Studium an der Kunstakademie Münster 1997 Förderpreis der Fördergesellschaft der Kunstakademie Münster 1998 Meisterschülerin von Ulrich Erben 1999 Arbeitsstipendium Schloss Ringenberg des Landes NRW; Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V., Bonn; Friedrich-Vordemberge-Stipendium der Stadt Köln

Einzelausstellungen    1999 Spaghettikopf, Kulturforum Alte Post, Neuss 1999 Küss mich, Junge Kunst e.V., Wolfsburg 2000 Grüß Dich, Galerie und Projekte Matthias Kampl, Berlin 2000 Zungenschlag, Positionen zur Malerei IV, Ausstellungsraum Münster 2000 Galerie Kiki Maier-Hahn, Düsseldorf 2000 Um ein Haar, Galerie von der Milwe, Aachen

Gruppenausstellungen    1995 Galerie Jöllenbeck, Köln 1996 wehe, Fahnenprojekt auf der Deutzer Brücke, Köln 1996 Merry Christmas, Galerie Buchmann, Köln 1997 Galerie Schneiderei, Köln 1998 Köln Kunst 5, Kunsthalle / Stapelhaus, Köln 1998 petshop, Galerie Sies + Höke, Düsseldorf 1998 Lieblingsort: Köln, Köln Brückengang: Kunst im öffentlichen Raum, Köln 1999 Galerie croxhapox, Gent 1999 mode of art, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1999 Freies Rheinland-Renania libre, Galerie Helga de Alvear, Madrid 1999 Auf der Bildfläche, Heiligenkreuzerhof, Wien 2000 Galerie von der Milwe, art frankfurt