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Projekt Kleinköln - ein Diskussionsanstoß
 6. Januar 2006 - 21. Januar 2006
In der Ausstellung "Projekt Kleinköln - ein Diskussionsanstoß" befassten sich Stadtplaner, Architekten, TH-Studenten und Künstler mit einem städtischen Notstandsgebiet. Es liegt in Aachens Zentrum zwischen Büchel, Kleinkölnstraße und Mefferdatisstraße.

Valerie Spalding [Auszug aus dem Projekttext] Die Kleinkölnstrasse liegt im Herzen der Aachener Innenstadt, ihr Strassenverlauf hat sich seit mindestens 350 Jahren kaum verändert. Die Strasse bildet die südliche Begrenzung eines Dreiecks, das von Markt, Großköln- und Kleinkölnstrasse
beschrieben wird - gute Voraussetzungen für eine intensive Nutzung mit hoher Lebensqualität. Verschiedene Einflussfaktoren wie der Abfluss des Verkehrs aus dem Arag-Parkhaus, fehlende Nutzungsmischung und die mangelnde gestalterische Qualität der Strasse verhindern die Entfaltung dieses Potentials, mithilfe einer Strategie für das gesamte Viertel könnte sich dieses jedoch zu einem qualitativ hochwertigen innerstädtischen Quartier entwickeln |
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Reiner Maria Löneke Mein Interesse gilt der "Straße" die Bedeutung zurückzugeben, die für Walter Benjamin die "Passage" war.
"Passagen sind Häuser oder Gänge, welche keine Außenseite haben - wie der Traum." |
 "Die Straße wird Zimmer, und das Zimmer wird Straße."
Die Straße ist ein Raum nicht nur in der Stadt, sondern sie ist städtischer Raum. Zwischenraum, Raum des Übergangs.
Was macht Räume in der Stadt zu urbanen Räumen?
Urbane Räume sind öffentliche Räume, es sind Räume, die Anonymität sichern und unterschiedliche Funktionen mischen.
Die von mir dargestellten Arbeiten behandeln das Thema der Straße, als Organismus der räumlichen Organisation der Stadt.
Sie zeigen auf, das der Kanon des öffentlichen Raumes in seiner Vielfältigkeit nur dann funktioniert, wenn der "Träger", "die Straße ", als eigenständiges Objekt in seiner Gesamtheit wahrgenommen wird.
Reiner Maria Löneke
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 Ausstellungsliste Reiner Maria Löneke als PDF Download (9 kb)
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Planungsbüro Richter-Richard [Auszug aus dem Projekttext] Mit der Umwandlung der Kleinkölnstraße in eine Fußgängerzone erhält ihr "Hinterhof" eine Chance als Mittler zwischen der Fußgängerzone im Umfeld des Marktes und der Fußgängerzone Dahmengraben. |
 Für eine Aufwertung der Kleinkölnstraße reichen allenfalls als Sofortmaßnahme geeignete "Blu-mentöpfe" nicht aus. Notwendig ist eine veränderte Einbindung der Straße in das engere Umfeld
als Basis für eine Steigerung der Lagegunst. Die entscheidende Veränderung soll in der Her-ausnahme des fließenden und ruhenden Verkehrs liegen. Statt dessen erfolgt eine Einbeziehung in das angrenzende System der Fußgängerzonen als Verbindung zwischen Rethelstraße und Großkölnstraße. Für den Anlieferverkehr sollte die Straße zu festgesetzten Zeiten offen bleiben.
Alternative Erschließungssysteme für den fließenden Kfz-Verkehr hat die Stadt Aachen in den letzten Jahren vielfach diskutiert, jedoch bisher keine Maßnahmen eingeleitet. | | 


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IDEENSKIZZEN ZUR AUFWERTUNG DER KLEINKÖLNSTRAßE
UND IHRES "HINTERHOFES"
Gesamtes Projekt als PDF Download (220 kb)
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Planungsbüro Urgatz Es gibt eine ganze Reihe von Geschäften und Dienstleistern in der Kleinkölnstraße, doch sie leiden unter der Vernachlässigung, die genau in diesem Bereich der Stadt zu spüren ist.
Die bauliche Substanz der öffentlichen Fläche weist erhebliche Mängel auf: Schlaglöcher, zu enge Bürgersteige, Materialchaos. Die schmucklosen Rückfassaden der Bebauung von der Großkölnstraße prägen einen weiten Teil der nördlichen Straßenseite. Die beengte Raumsituation wird durch die parkenden Autos noch verstärkt. Es gibt keinerlei pflanzliches Grün in der Straße. |
 Meine Arbeit gliedert sich wie folgt:
Bestandsaufnahme:
Diese ist auch als "Seh-Schule" gedacht. Sie soll durch die konzentrierte Zusammenstellung einzelner Gestaltungselemente der Straße den Blick des Betrachters schärfen.
Planungsidee:
1. Aspekt Begrünung. Es soll der Versuch unternommen werden auch in einer beengten Straßensituation pflanzliches Leben zu etablieren um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und einen Beitrag zur Grünvernetzung zu leisten.
2. Aspekt Raum für Kunst. Hierbei zeige ich wie Brachflächen dazu dienen können, die Kleinkölnstraße zu einer Kunstmeile zu machen.
3. Aspekt Denkmalpflege & Platzgestaltung. Das historische Barock-Palais (ehemals Möbel Grossmann) erfährt eine radikale Neugestaltung und wird so in den öffentlichen Raum integriert. Kaum ein Mensch weiß, dass es sich bei diesem Gebäudekomplex um eines der letzten Barock-Palais in Aachen handelt. Es ist mein Anliegen dies wieder zu einer Perle der Kaiserstadt aufzupolieren.
Astrid Urgatz, Dipl. – Ing. Architektin | | 


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Webseite Planungsbuero Urgatz
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Lehrgebiet Bauplanung und Entwerfen - N.N. i.V. ir. Fred Humblé - RWTH
Aachen : Elena Gutierrez, Julia Rahbartabrizi, Max Koch, Jennifer
Schmachtenberg Im Sommersemester 2005 wurde das Lehrangebot des Lehrgebiets Bauplanung
und Entwerfen unter das Thema "Architektur und soziale Realität" gestellt.
In diesem Zusammenhang stand der Hochbauentwurf "Stadtbordell".
Das Thema beinhaltet auf vielen Ebenen Widersprüche. Dem Bedürfnis von
Prostituierten nach Sicherheit und damit einem hohen Maß an Kontrolle
steht der Wunsch des Kunden nach Anonymität und Diskretion gegenüber. Der
Anspruch an hygienische Arbeitsbedingungen auf der einen Seite und die
Erwartung einer besonderen räumlichen oder sinnlichen Atmosphäre auf der
anderen scheinen kaum vereinbar.
Auch das Grundstück steht stadträumlich in einem Spannungsfeld. Es reicht
auf der einen Seite an die Puffstrasse, auf der anderen Seite an die
Fußgängerzone. Obwohl die Antoniusstrasse eine stadträumliche Blockade
bildet, hat sich die Bewegungs- und Nutzungsstruktur der Aachener
Innenstadt inzwischen so arrangiert, dass das Rotlichtviertel im absoluten
Zentrum Aachens - 200 Meter Luftlinie vom Dom entfernt - kaum störende
Einflüsse hat und von Besuchern der Stadt oft gar nicht wahrgenommen wird.
Ein Stadtbordell im Deutschland des 21. Jahrhunderts hat kein
typologisches Vorbild. Welche Funktionen könnten in einem innerstädtischen
Gebäude oder Gebäudekomplex mit einem Bordell kombiniert werden? Aufbauend
auf den vielfältigen sozialen, stadt-räumlichen und funktionalen
Einflüssen sollte ein neuer Gebäudetyp entwickelt werden. |
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Elena Gutierrez und Julia Rahbartabrizi - Stadtbordell und Nie-wieder-
allein-Bar.html
Jennifer Schmachtenberg - Stadtbordell und Pilgerhaus.html
Max Koch - Stadtbordell und Kinderparadies.html |
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Stefan Sous "Wir treffen uns am Dom" wird in Aachen nicht mehr eindeutig sein.
eine Stadt, die sich zu recht 'Domstadt' nennt, verleibt sich auf charmante Weise das Wahrzeichen Kölns ein.
Möglich ist dies nur durch die eigenwillige Namensgebung zweier sich kreuzender Straßen,
die Kleinköln-Straße und die Großköln-Straße. Die eigentliche Ursache für diese Benennung ist vielleicht niemandem mehr bewusst.Ein neues Selbstverständnis kann diesem sehr zentral gelegenen und belebten Platz mit dieser "kleinen" Zutat gegeben werden. der Ort verlangt geradezu nach dieser Form. Dabei geht es weder um den religiösen Aspekt oder den Kölner Dom als Reliquie, dieser Zusammenhang belebt aber bestimmt die öffentliche Diskussion. |
| Und diese ist schließlich gewünscht - gerade bei Kunst im öffentlichen Raum. Darauf legen Städte und Kommunen aus Gründen des Marketings/Tourismus sehr viel Wert. Die "Lösungen" und Entscheidungen sind aber oft ... (siehe Nippes-Pferde in Aachen. Nippes-Bären in Berlin, Nippes-Radschläger in Düsseldorf: okay, hat nichts mit Kunst zu tun. Obschon sich viele "Künstler" schändlich beteiligen).
Zur Kunst im öffentlichen Raum gehört für mich nicht unbedingt ein soziales Engagement, wohl aber kann ein sozialer Gedanke das Projekt begleiten. Gerade hier liegt der Standort inmitten der Bevölkerung. So ist die endgültige
Erscheinungsform / Größe / Ausführung / Material / Ausrichtung des 'Kleinkölner Doms' abhängig von einer eventuellen Funktion. ist Unterstand, Bus- oder Buße-Haltestelle, Geldautomat, Büdchen, Lottostelle, Imbiss, Sitzgelegenheit, Kölsch-Theke, Wärmequelle - einfach nur Skulptur... Und vielleicht gestattet unser "Dömchen" dem Passanten im eiligen Alltag doch einen kleinen, religiösen Moment, einen kurzes eintauchen in eine Welt der Poesie, des Spiels, der Miniaturen und Riesen, der "Verrücktheit.
Stefan Sous | | 
 

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